tino

Wir b(r)au(ch)en ein Wunder!

Manchmal bin ich fassungslos. So auch gestern. Um kurz nach Acht schrieb mich eine Freundin an und fragte mich, was denn bei TiNo los wäre. Ich warf einen Blick auf die Facebookseite und verschluckte mich fast an meinem Kaffee. TiNo brennt! Scheiße!

Mein erster Impuls war: Da musst du jetzt hin. Setz Dich ins Auto und fahr los. Erst nach einem Moment des Nachdenkens wurde mir klar, dass es nichts bringt, vor Ort den Helfern für den Füssen rumzutrampeln und noch mehr Chaos zu verbreiten.

So las ich gebannt den ganzen Tag über mit, wie sich die Lage in dem Tierheim entwickelte. Am Ende steht ein zerstörtes Gebäude, das abgerissen werden muss. TiNo hat kein Katzenhaus mehr, keine Tierarztpraxis, keinen Seminarraum und keine Küche mehr.

Auch das Hauptgebäude wurde durch das Löschwasser stark beschädigt. Erste Schätzungen lagen bei 100.000 Euro Schaden, aber das dürfte wohl viel zu optmistisch gewesen sein. Viele – so auch ich – sind fassungslos.

Denn TiNo ist nicht irgendein Tierheim. TiNo, das ist zu allererst Ute, die immer so herzlich ist, immer ein offenes Ohr hat, mit der ich schon so viel gelacht habe und die mich so viel weitergebracht hat mit ihrem Sachverstand und ihrer Hilfsbereitschaft.

Als unsere Hundeanlage unter Wasser stand, hat Ute nicht eine Sekunde gezögert und meine Hunde untergebracht. Ganze Generationen von Hundetrainern haben in dem Tierheim auf der Spreng den souveränen Umgang mit aggressiven Hunden lernen dürfen. Unzählige Hundebesitzer haben davon profitiert, ohne zu es wissen.

Wer bei TiNO ein Praktikum macht, fährt mit einem Hund mehr nach Hause. Vor allem diejenigen, die vorher steif und fest behaupten, sie seien immun dagegen.

TiNo ist das Tierheim, in dem man sich willkommen fühlt. In dem es keine doofen Fragen gibt und in dem einem geholfen wird. TiNo ist das Tierheim, dass jungen Menschen eine Chance gibt und ihnen eine Ausbildung ermöglicht, auch wenn die Schulnoten nicht berauschend sind. TiNo ist das Tierheim, das schon Gruppenhaltung durchgeführt hat, als andere das noch für unmöglich gehalten haben.

Und nun das.

Um die Fassungslosigkeit zu zu verarbeiten hilft ein Blick in die Zukunft. Mai 2015.

Ein paar wichtige Menschen aus der Politik haben gerade ein paar Reden gehalten, als Ute mit einer Schere das Band durchschneidet und das neu erbaute Gebäude offiziell eröffnet. Hinter ihr und ihrem Team liegen Monate des Hoffens, des Bangens, des Schwitzen und auch Momente, in denen sie am liebsten alles hingeworfen hätten. Aber jetzt ist es vollbracht. TiNo erscheint in neuem Glanz. Dank vieler Helfer/innen und Spender/innen ist TiNo nicht nur wieder hergestellt, sondern noch besser, noch offener für jeden, aber immer noch genauso herzlich und liebenswert.

Um das zu erreichen müssen wir ein Wunder bauen!

Liebe Leserinnen und Leser,
bitte helft Ute und ihrem Team. Zeigt diesen wunderbaren Menschen, dass wir sie nicht alleine lassen! Wenn jeder meiner monatlichen Leser auch nur 10 Euro spenden würde, wär das Gehalt der TiNo-Mitarbeiter schon gesichert!

Ihr könnt zum Beispiel auf folgendes Konto spenden:

Tiere in Not Odenwald
Volksbank Odenwald
BLZ 508 635 13
Konto 1991 000

IBAN: DE45508635130001991000
BIC: GENODE51MIC (Michelstadt)

Außerdem könnt Ihr mich für eine Lesung oder einen Vortrag buchen, die Erlöse gehen an TiNo. Von mir aus tanze ich Euch etwas vor, wenn die Spende hoch genug ist!
Ines von Hundsein und ich veranstalten am 21. und 22. Juni 2014 einen Workshop, Eure Teilnahmegebühr geht ebenfalls in TiNO.Auch der Vortrag bei Sonja in Worms und die kommenden Erlöse des Nomro-Buchs sollen zu Gunsten von Ute und ihrem Team gehen.

Bitte teilt, erzählt weiter und helft!

Vielen Dank!

2 Antworten
  1. Dagmar Boese
    Dagmar Boese says:

    Schöner und zutreffender hätte man es nicht formulieren können. 🙂
    Und ja, die TINOs sind Kämpfer, und ja Mai 2015 ist anvisiert, und etwas abgewandelt „yes we’ll make it !!‘

    Antworten

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  1. […] Siehe dazu auch den Nomro – Blog  http://nomro.de/wir-brauchen-ein-wunder/ […]

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