Sich einen Canis Lupus Lupus heulen

Was macht der empörte Tierschützer, wenn jemand nicht seiner Meinung ist und die Frechheit besitzt, diese auch noch zu äußern? Richtig, er zeigt ihn an.

Wegen der furchtbaren Zustände, die da ja herrschen müssen, wegen Tierquälerei, wegen satanistischer Rituale und der Tatsache, dass er bestimmt schon mal eine Grüne Glaslasche in den Weisseglasflaschencontainer geworfen hat. Um sich vor lauter Empörung nicht zu weit aus dem Fenster zu lehnen passiert das ganze aber natürlich anonym!

So ist es geschehen und so hatten wir heute Besuch vom Veterinäramt. Gleich drei Beamte nahmen sich die vom Steuerzahler finanzierte Zeit, um uns mal so richtig unter die Lupe zu nehmen.

So durften sie zunächst unsere zarten – mit Blick auf die darbenen Krankenkassen maulkorbgesicherten – Hündchen kennen lernen, die dankenswerter Weise darauf verzichtet haben, unsere Besucher zu fressen. Alle wohl auf und nicht Schlagwerkzeuggeschädigt!

Naja, immerhin hatte ich die Gelegenheit, unsere Vorgehensweise ausgiebig zu erläutern. Auch der allseits bekannte Youtube-Hit wurde thematisiert, ich habe diverse Fälle aus unserer Arbeit beschrieben und konnte unseren Standpunkt zu den Dingen verdeutlichen. Keine Tierschutzrelevanz erkennbar. Einer unserer Besucher hat sich denn gleich mit Werbematerial von uns eingedeckt und will uns künftig weiter empfehlen.

Fazit: Keine Beanstandung.

So möchte ich mich bei der nicht ganz so anonymen Dame herzlichst für die Anzeige bedanken. Der Laden brummt.

Nun, wer in der Küche steht, muss die Hitze vertragen. Das ist mir bewusst, damit kann ich leben. Für solche Fälle habe ich sogar ein eigenes Formular!

Und da wir in einem Land leben, in dem die Mitarbeiter der Veterinärämter vor Langeweile förmlich eingehen, haben wir unseren Spaß gehabt und kümmern uns nun wieder um die wichtigen Dinge im Leben. Wenn das nächste Mal einer meckert, dass sich die Behörden „mal wieder nicht kümmern“, weiss ich bescheid. Sie müssen die persönlichen Befindlichkeiten irgendwelcher Quatschtierschützer befriedigen. Da bleibt keine Zeit für echte Probleme.

Wie dem auch sei, ich persönlich finde es gut, wenn Hinweisen nachgegangen wird und bin der Meinung, dass gerne streng kontrolliert werden sollte! Dem entsprechend habe die Damen und Herren vom Veterinäramt eingeladen, gerne öfter vorbei zu kommen. Kaffee ist auch da!

Und Sie, liebe Frau Namensachichnich, dürfen sich jetzt einen Wolf heulen. Da wollten Sie es mir mal so richtig zeigen und nun das. Aber ein kleiner – garantiert gewaltfreier – Tipp noch: Wenn Sie schon meinen, Sie müssten jemanden einfach mal so auf Verdacht anonym und auf unser aller Kosten anzeigen, dann ist es für die Anonymität nicht besonders förderlich, wenn Sie es überall rumposaunen. Also, für’s nächste Mal: Pssst!

7 Kommentare
  1. Marita Allweiler
    Marita Allweiler says:

    Hut ab, dass Du Dir Deinen Humor bewahrst ! Und vielleicht lernt ja sogar Frau „Namensagichnicht“ was daraus…….???????

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    • Jennifer
      Jennifer says:

      Der Weg ist weit, aber den Kaffee nehm ich gerne – vor allem bring ich dann noch ein paar Geschichten mit. Sei´s drum, aus dem Herzen geschrieben… Danke Normen!

      Antworten

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