Das Ende der Verwertungskette

nase

Eine Geschichte für Ute, die nach dem Lesen weiss, warum und ein Dank an den großen Meister für den Begriff „Kleinpopelsdorf“!

Herr Maier hatte ein Problem. Es hiess Rex. Die Vergangenheitsform deshalb, weil Herr Maier dieses Problem jetzt nicht mehr hat. So ist das.

Rex ist ein Schäferhund-Bordercollie-Mix und lebte eigentlich das stinknormale Leben eines jeden mittelprächtig erzogenen Familienrüden. Im Kreise der Lieben ein Herzchen, auf der Hundewiese eine Rampensau. Und als Jogger akzeptierte man besser die je nach Tagesform varierende Individualdistanz, die Rex gerade für angebracht hielt. Auch Eindringlinge – auf diesen Planeten – oder Leute, die Herrn Maier „Hallo“ sagen wollten fand Rex ziemlich blöd und zeigte denen auch deutlich, was sie erwartete. Sowas aber auch.

Hunde wie Rex gibt es zu Tausenden. Und trotzdem haben Rex und Herr Maier eine Geschichte erlebt, wie es sie zwar auch zu Hauf gibt, die mich aber tierisch ärgert. Denn ich war dabei. Und erstaunt.

Eines Tages ging Herr Maier mit Rex seinen täglichen Gassigang am Rande eines Industriegebietes, als er unvermittelt von einem dieser Jogger, die ich gerade erwähnt habe, überholt wurde. Rex dachte sich wohl „die dumme Sau, die blöde“ und schnappte dem Sportler kurz aber bestimmt nicht schmerzlos herzhaft in den Hintern und der Jogger ging laut schreiend und mit viel Tamtam zu Boden.

Soweit, so schlecht. Was folgte war ein erboster Freizeitsportler, ein blauer Fleck und eine zerissene Jogginguniform aus Weltraummaterial. Und eine Anzeige beim Ordnungsamt.

Die Büros des Ordnungsamtes der Gemeinde Kleinpopelsdorf sind ein Hort der Ruhe. In dem kleinen Städtchen passiert nicht allzuviel aufregendes. Hier mal ein Verstoss gegen die Sperrmüllbestimmung, da mal ein abgemeldetes Auto am Straßenrand. Herr Jedermann, der Leiter der Behörde ist dem entsprechend auch eher ein ruhiger Geselle, der es gerne gemütlich angehen lässt. Und so fiel ihm auch fast das Leberwurstbrötchen aus der Hand, als man ihm mitteilte, dass auf den Straßen seiner – ich betone SEINER – Gemeinde ein Hund rumrennt, der einfach so arglose Menschen zerfleischt. Sowas geht nicht, sowas gehört geahndet! Sauerei!

Mit ungewöhnlicher Schärfe ging die Gemeinde denn auch gegen Herrn Maier und seinen Rex vor. Innerhalb kürzester Zeit sollte er die Sachkunde nachweisen und Rex einen Wesenstest ablegen. Und bis dahin galt Stubenarrest von Amtswegen gegen Rex. Herr Maier, der eigentlich ein gutmütiger und gesetzestreuer Mensch ist, schaute grübelnd seinen Hund an und dachte sich, dass Rex ja auch mal Gassi gehen müsse. Familie Maier wohnte mitten im Ort und hatte keinen Garten, in dem Rex seine Geschäfte hätte erledigen können.

Außerdem kannte Herr Maier seinen Rex. Wenn der Wesenstester ihm zu nahekäme, wäre der Test schneller beendet als er sich für seinen Hund entschuldigen könnte.

Also ging Herr Maier zum Ordnungsamt und beantragte eine Fristverlängerung. Herr Jedermann zeigte sich zwar wenig verständig Für Maiers Anliegen, gewährte ihm aber eine Gnadenfrist von einigen Wochen. Doch auf das Stubenarrest, darauf bestand er. Kein Maulkorbzwang, kein Leinenzwang, Stubenarrest, basta. Immerhin galt es, die Bürger von Kleinpopelsdorf vor dieser Bestie zu schützen.

Herr Maier ging nach Hause und blätterte im Telefonbuch. Dort wurde er schnell fündig: Ein ausgewiesener Experte für Agility, Longieren, Treibball, Trickdogging, Herrchenmorgenseinenkaffeekochen, Zeitung bringen, Kinder aus dem brennenden Wald retten, Leinenpöbeln, Leinenflechten, Clickern, Clackern und Clockern und – da stand es: Aggression. Und wenn das nicht klappt: Angst! Und gelernt hat der Mann nur bei den besten.

Diese Koryphäe würde Herrn Maier helfen – da war er sicher. Also flux zum Telefon gegriffen, Ersttermin für fuffzich Euro vereinbart und der siegesgewisse Blick zu Rex: Alles wird gut!

Die 50 Euro für den Termin beim Spezialisten sollten nicht die einzigen Kosten bleiben, die Herr Maier in den nächsten Monaten zu entrichten haben würde. Schliesslich muss Rex ja mal pinkeln. Mangels Garten bugsierte Maier seinen Rüden ins Auto, fuhr mit ihm weit raus und ging in der Dämmerung spazieren. Er war selbst erstaunt darüber, wo eigentlich überall Mitarbeiter des Ordnungsamtes rumliefen. Während er die ersten Male noch mit einer Verwarnung davon kam, stiegen die Bußgelder irgendwann in schwindeleregende Höhen …

Aber soweit war es ja noch nicht. Und bald würde ja alles gut werden. Der Termin beim Retter war ja gemacht.

An dem Tag war Herr Maier etwas verwundert, dass Coschäfke, der Hundeexperte aus dem Telefonbuch, Rex garnicht sehen wollte. „Esch geht ersch ma um des grundlägende Verschtändnis, verstähn se.“ sagte Herr Coschäfke und erklärte Herrn Maier Eineinhalb Stunden lang, dass er nur bei den besten gelernt habe, über 30 Jahre Erfahrung hätte und erörterte die neuesten Erkenntnisse, die Coschäfke aus seinem Hunderudel gezogen hätte. Was Rex‘ Verhalten angeht, erklärte er, dass sie in der nächsten Woche darüber sprechen würden und Herr Maier bis dahin folgende Bücher lesen sollte.

Abends vorm Fernseher sah Herr Maier seinen Rex ratlos an. Während er beim Hundetrainer war, hatte der Postbote einen Brief eingeworfen. Nächste Woche Dienstag. Noch fünf Tage. Dann sollte Rex den Wesenstest bestehen.

Der nächste Dienstag verstrich.

Beim zweiten Termin mit Coschäfke beschlichen Maier langsam Zweifel, ob der Trainer ihm wirklich helfen könne. Aber der hatte ja über seine Erfahrung berichtet, er kennt solche Hunde und hatte Maier mit nur einem Blick auf Rex bestätigt, dass sein Hund ein besonders gefährliches Exemplar sei. Vermutlich lag es daran, dass Coschäfke es vorzog, im Hintergrund zu bleiben und das Geschehen aus sicherer Entfernung zu kommentieren: „Mehr Angebote, er muss Freude daran haben. Sie verstören den Hund ja total, so wird das nix.“

Zwischenzeitlich erreichte Herrn Maier ein weiterer Brief – diesmal vom Gericht. Zweihundertfünfzig Euro, weil er den Termin hat verstreichen lassen und ein neuer Termin für den Wesenstest. In zwei Wochen. Uff. Herr Maier war nicht gerade Großverdiener, aber er wollte seinen Rex auch nicht verlieren. Also ließ er auch den nächsten Termin verstreichen.

Beim dritten Termin traf Herr Maier nicht auf Coschäfke sondern auf Coschäfkes Frau, die ihm erklärte, dass sie heute eine Lernkontrolle machen würden. „Lernkontrolle?“ dachte sich Herr Maier. „Bis jetzt sind wir doch nur an der Wiese auf und ab gelaufen?“ Frau Coschäfke schaute ihn ungläubig an und murmelte „Ohje, ein schwerer Fall.“

Termin Nummero Vier, Fünf, Sechs, Sieben, Acht, Neun, Zehn und Elf fand jeweils mit Frau Coschäfke und einer jungen Frau statt, die bei den Coschäfkes eine Ausbildung machte. Herr Maier lernte, dass er Rex auf sich aufmerksam machen müsse, wie er Rex richtig lobt und wie er ihn beruhigt und wie man fachmännisch Leckerchen verabreicht. Desensibilisierung hieß das Zauberwort. Er kam sich ehrlicherweise etwas dämlich vor. Maier, der Dachdecker und eher grobschlächtige Typ, wie er hier mit piepsiger Stimme und Leckerchenwedelnd mit Rex rumstand. Aber das Prinzip klang schlüssig. Und Rex war es ihm wert.

Nach Acht Terminen konnte sich die Coschäfke-Auszubildene bereits auf Zwölf Meter nähern ohne dass Sexy-Rexxy in der Leine stand und mit ihr Pogo tanzen wollte. Vorausgesetzt sie verzichtete auf direkten Blickkontakt und ging nicht zu schnell.

Weitere fünf Termine später passierte dann, was passieren musste. Eines Abends schlich Herr Maier mal wieder mit seinem Rex an der Wiese entlang und übte Loben. Da kam ihm ein Bekannter entgegen und besaß die Frechheit, sich Herrn Maier einfach so zu nähern. Und Zack ist es passiert – hätte Rex keinen Maulkorb aufgehabt, hätte Maiers Bekannter ein Maulsigniertes „Rex was here“ im Oberschenkel.

Zuhause angekommen griff Herr Maier sofort zum Telefon und rief bei Coschäfkes an. „Heute war schon wieder ein Brief in der Post. Der klingt ziemlich ernst, nächste Woche muss ich mit Rex zum Wesenstest. Was soll ich denn machen? Es hat sich nichts geändert, ganz im Gegenteil. Ich glaube es ist noch schlimmer geworden.“ Frau Coschäfke war empört ob der Schilderungen Maiers: „Herr Maier, wir haben es doch tausendmal geübt. Sie müssen Ihrem Hund Schutz bieten. Wie können Sie zu einem solch sensiblen Punkt im Training zulassen, dass sich jemand dem Hund nähert. Bitte kommen Sie gleich morgen früh vorbei, wir müssen dringend reden.“

Gleich am nächsten Morgen fuhr Herr Maier zu Coschäfkes. Doch der Termin entwickelte sich anders als er es sich vorgestellt hatte. Herr Coschäfke warf einen Blick in den Besprechungsraum, musterte Herrn Maier kurz und ging wieder ohne ein Wort zu sagen. Frau Coschäfke wiederrum setzte sich ihm mit ernster Mine gegenüber und schob ihm ein Blatt Papier zu: „Rechnung“ stand darauf und Frau Coschäfke begann. „Herr Maier, in all meinen Jahren habe ich noch nie jemanden erlebt, der so unfähig ist. Sie befolgen unsere Ratschläge nicht, Ihr Hund hat keine Bindung zu Ihnen und überhaupt, bisher haben wir noch jeden Hund hinbekommen. Aber wenn der Besitzer nicht kooperativ ist, können wir Ihnen auch nicht helfen.“

Am 20. März 2012 klingelte bei mir das Telefon. Am anderen Ende der Leitung Herr Maier. Am Tag zuvor war sein Rex sang- und klanglos durch den Wesenstest gerasselt. Schlimmer noch. Der Wesenstester hatte auf Grund von Rex‘ Show beim ersten Kontakt festgestellt, dass auf Grund der besonderen Gefährlichkeit des Hundes kein Wesenstest möglich sei. Herr Jedermann hat noch am selben Tag die Euthanasieverfügung ausstellen lassen und am Freitag, dem 23. März 2012 wäre es dann soweit und Rex würde eingeschläfert.

Herr Maier schilderte mir die letzten Monate mit Rex. Insgesamt 1.350,00 Euro hatte er bei Coschäfkes gelassen, nochmal die selbe Summe für Bussgelder. Coschäfkes, in die er so viel Hoffnung gesetzt hatte, die doch so viel Erfahrung haben und die ihm kein Stück weitergeholfen hatten. Schlimmer noch, der eine Satz liess Maier keine Ruhe. „Ihr Hund hat keine Bindung zu Ihnen“ Er mochte Rex, ja er hatte ihn sogar lieb. In der Familie war Rex ein Clown, er mochte die Spaziergänge mit ihm und hat sich für seinen Hund vor diesen Leuten zum Deppen gemacht. Und dann das. Keine Bindung. Das hat gesessen! Maier ist kein besonders emotionaler Typ, aber als er seinen Leidensweg mit Rex schilderte, musste er einige Male durchatmen. Man hörte durchs Telefon, wie ihn das belastete.

Ich sagte Herrn Maier, dass ich leider keine Möglichkeit hätte, Rex aufzunehmen, aber vielleicht jemanden kennen würde. Mit Jemanden telefonierte ich dann auch und sagte zu, dass ich mir den Hund anschauen würde. Hm, Freitag, noch drei Tage.

Am 22. März, also am Tag vor der geplanten Einschläferung,  setzte ich mich ins Auto und fuhr die Hundertzwanzig Kilometer Richtung Kleinpopelsdorf. Sicherheitshalber hatte ich Verstärkung dabei. Bis zu dem Zeitpunkt hatte ich zwar einige Hunde kennengelernt, die den Wesenstest nicht bestanden hatten, aber noch keinen, der so gefährlich war, dass der Test erst garnicht möglich war.

Herr Maier wartete vor dem Haus, Rex beäugte uns kritisch aus dem Küchenfenster. Herr Maier hatte seinem Hund den Maulkorb aufgesetzt und wir fuhren Richtung Industriegebiet. Mittlerweile war es abend, es fing langsam an zu dämmern und die Gegend war entsprechend wie ausgestorben. Herr Maier stieg aus seinem Auto und wir besprachen kurz, was nun passieren würde.

Herr Maier sollte sich mit Rex hinstellen und mein Kollege Verstärkung sollte ihn einfach begrüßen. Sonst nichts, wir wollten sehen, wie heftig der Hund nach vorne geht. Hat ja n Mauli an, kann ja nix passieren.

Also, Herr Maier steht, Kollege Verstärkung geht hin, Rex flippt aus – ganz schön heftig in Richtung „Bauch, Beine, Po“ und hört auch nicht auf. Ok, in dem Moment konnte ich den Wesenstester gut verstehen – ich an seiner Stelle hätte das auch nicht ohne Mauli ausprobiert.

Zweiter Versuch, Vorbesprechung. Herr Maier steht, ich geh hin, Händeschütteln, wenn Rex nach vorne schiesst, lassen’Se ihn schiessen, ich regel das, könnte hässlich werden. Puh, ganz schöne Rakete, das Tierchen, Adrenalin, du kommst gerade echt ungelegen. Wenn das mal gut geht, souverän ist anders.

Also, los geht’s, Ich hin zu Herrn Maier, Rex flippt aus, ich mach einmal „Komm tanzen“ und stelle mich auf ne wilde Runde Pogo ein, doch es kommt anders. Rex ist von meinem „Buh“ plötzlich tief beeindruckt. Und ich bin plötzlich tief erstaunt.

Ok, noch n Versuch. Das war bestimmt Zufall. Ich hin zu Herrn Maier, Händeschütteln, Rex guckt und – nix. Hm. In meinem Schädel schwirren Begriffe wie „Euthanasieverfügung“, „Gefährlichkeit“ und „Beissen“ rum.

Weiter geht’s. Kollege Verstärkung geht hin, Hände schütteln, Rex wirds langsam langweilig, er  legt sich erstmal hin und wartet ab. Ein Bekannter von Herrn Maier kommt mit seinem Riesenschnauzer des Weges. „Gebense Hern Maier doch mal die Hand, kann ja nix passieren.“ Riesenschnauzerbersitzer schüttelt die Hund, Rex schnüffelt am Hintern vom Schnauzer.

Am 24. März lebte Rex immer noch. Nur jetzt nicht mehr bei Herrn Maier, sondern in einem Tierheim von Jemanden. Sieben Monate waren seit dem verhängnisvollen Erlebnis mit dem Jogger vergangen, sieben Monate ist Herr Maier mit Rex zu Coschäfkes gefahren, hat einsam auf den Feldwegen am Rande des Industriegebietes gelobt, bestärkt und an der Bindung gearbeitet.

Nur eines hat niemand gemacht, nämlich dem Hund mal zu verstehen zu geben, dass sich das nicht gehört mit dem Beissen und so. Dafür musste man nicht mal ernst werden. Denn hinter Rex‘ Fassade war er wirklich der Clown, den Herr Maier so liebte. Im Ruhrgebiet würde man sagen: Drei Haare am Sack, aber im Puff drängeln. Das trifft es gut.

Und ehrlicherweise glaube ich, dass das auch den Coschäfkes klar war. Aber das wäre eine Unterstellung.

Jemand postete noch am Abend des 24. März ein Bild von Rex auf Facebook. Ohne Maulkorb, in Anwesenheit fremder Menschen, die gemeinsam grillten.

Rex lebt heute bei einer Familie, Coschäfkes werben immer noch damit, dass sie auf Aggression spezialisiert sind und Herr Jedermann hat seine Chance noch bekommen. Wie ich hörte, wurde Ende 2012 ein Hund nach einem Beissvorfall in Kleinpopelsdorf eingeschläfert. Herr Maier lebt nun ohne Hund. er hat mir mal geschrieben, dass er Coschäfkes verklagt hat und die Sache nun vor Gericht ist.

Er hat sich bedankt, dass Rex untergebracht werden konnte und schrieb: „Ich vermisse Rex jeden Tag“.

7 Kommentare
  1. Ute Heberer
    Ute Heberer says:

    Ich habe Rex gleich erkannt, weil es eine dieser Geschichten ist, die wütend machen. Der Hund benötigte nur etwas Korrektur und Gesellschaft. Und war kurze Zeit später in der neuen Familie, allerdings trägt er den Stempel „gefährlich“ nun zeitlebens. Und diese nette Familie Maier weinte bitterlich bei der Abgabe, ich habe sie Wochen später mit neuen Bildern und damit getröstet, dass er nun wieder geliebt wird und ganz unauffällig irgendwo in Deutschland unter uns lebt. Hundeschule ist nicht nötig, denn eigentlich hört Rex auf Wort . . . .es sagte ihm nur niemand, still zu sein wenn die großen Leute reden.

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  2. Christiane Engisch
    Christiane Engisch says:

    Mein Gott, wie fürchterlich. Und es hätte eigentlich sooo einfach sein können!
    Danke für diese WAHRE Geschichte. Leider wiederholt sie sich weiterhin irgendwo in Deutschland, mehrfach.

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  3. karla frei
    karla frei says:

    @ ute heberer: ja, die großen leute sind schon ganz groß ! – ganz groß besonders im reden schwingen und schuld zuweisen.

    ansonsten: ich bin mal 250 km (einfach) in ein tierheim irgendwo gefahren um einen hund *meiner* rasse in augenschein zu nehmen, der nach beschreibung ein absolutes sondermodell hätte sein müssen und das konnte ich nicht glauben (außerdem hätte ich ihn, wenn er nur annähernd so gewesen wäre sofort eingepackt und wahrscheinlich ausgestellt ;)). war er natürlich nicht. er wurde angepriesen als mit kindern verträglich, leicht führig und für senioren geeignet. ich hatte glück und wir waren uns nach einer kleinen runde einig. auf der bank vorm tierheim saßen wir einträchtig, als eine familie mit zwei kindern kam genau diesen hund zu besichtigen. er war an der leine, der familie ist nichts passiert – er hatte sich entschieden: für mich. so kenn ich diese hunde und mag sie. ich konnte ihn nicht mitnehmen, weil keine möglichkeit vorhanden war ihn erstmal zu separieren. seitenlange briefe ans tierheim irgedwo haben nichts gebracht, anrufen auch nicht (als noch jemand ans telefon ging wurde mir nur meine lästigkeit mitgeteilt) und eine kurzzeitpflege hat sich auch nicht aufgetan. es kam, wie es kommen musste … um diesen hund habe ich lange geweint. und: viel drauß gelernt – und: die möglichkeit geschaffen, wenn nötig, separieren zu können.

    ich koch mir jetzt nen kaffee und freu mich für rex, der´s mit eurer hilfe geschafft hat

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  4. sabina koehler
    sabina koehler says:

    Klein popelhausen gibt es leider überall. Und die bewohner von diesen sind alle gleich. Es ist immer das gleiche. Wir wohnen auch in so einem Dorf und haben 3 große huetehunde und Gott sei Dank nur Probleme wegen der bellerei…unsere Hunde mögen die popelhaueser auch nicht. Gott sei Dank haben wir noch 80 islandpferde und daher sind es halt huetehunde.

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